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Dokumente importieren

PDF- und Markdown-Dokumente, etwa amtliche Erlasse, Reglemente oder bestehende Notizen, werden in prüfbare Wissens-Abschnitte zerlegt. Ins Gedächtnis kommt nur, was ein Mensch im Review übernimmt.

Nutze für jede Datei «Importieren» in der Bibliothek eines Raums. Die Datei entscheidet, was sie wird: Eine Markdown-Datei mit Entscheid-Kopf (ein YAML-Frontmatter-Block, dessen type oder key ADR, BDR, SDR oder DREAM ist) wird ein Entscheid-Entwurf, jede andere Datei (PDF oder Markdown ohne Entscheid-Kopf) wird Wissen im Gedächtnis des Raums. Bevor etwas geschrieben wird, zeigt der Dialog die Aufteilung, und du kannst eine Markdown-Datei auf die andere Art umstellen.

Ein Entscheid-Entwurf bindet erst, wenn er angenommen ist, und Entscheide importieren kann jedes Raum-Mitglied. Wissen wird in Teile zerlegt, die du im Review übernimmst oder verwirfst, und übernommene Teile sind beratend, keine Regeln. Wissen importieren können nur der Raum-Owner oder eine entscheidende Rolle; der Dialog nennt die Dateien, die du nicht importieren kannst, bevor du startest.

In keinem der beiden Fälle ist der Import selbst eine Freigabe. Der Eintrag «Dokumente importieren» auf einer Gedächtnis-Seite importiert Wissen direkt in dieses Gedächtnis. Reine Text- und OKF-Dateien (.txt, .okf) laufen über den geprüften Wissensimport im nächsten Abschnitt.

Wissen im gewählten Raum prüfen, übernehmen und bei Bedarf kontrolliert zurücknehmen.

UTF-8 Markdown, Text oder OKF-Dokumente (.md, .txt, .okf). Maximal 10 Dateien und zusammen 2 MiB. Kein PDF, ZIP oder JSON.

Uploads werden im raumgeschützten Auftrag gespeichert. Die Inhaltsprüfung erfolgt vor der Übernahme in den Wissensbestand; bei Ausfall bleibt die Übernahme gesperrt.

Nur type: document wird unterstützt. Regeln, Ausnahmen, Entscheide, Beziehungen und Autoritätsfelder werden abgewiesen. status ist ausschliesslich unbestätigte Quellenangabe. Kein Modellaufruf zur Extraktion.

Wählen Sie die gewünschten Einträge und speichern Sie die Auswahl vor der Übernahme. Inhalte hier sind schreibgeschützt: Korrigieren Sie bei Bedarf die Quelldatei und laden Sie sie neu hoch.

Ein Import genehmigt keine Regel oder Ausnahme. Er übernimmt Dokumente; geltende Governance bleibt unverändert.

Geprüfter Wissensimport

Der Import liest den Text-Layer hochgeladener PDF-Dateien, prüft ihn auf Secrets und Hinweise auf Personendaten und extrahiert je Dokument die wichtigsten Metadaten: Titel, Referenz, Version, Gültig-ab sowie wichtige Personen und Rollen (z. B. Erlassinstanz, Verantwortliche, Genehmigende), damit diese gepflegt werden können. Lange Dokumente werden entlang der Hauptkapitel in wenige grosse Teile zerlegt; kurze bleiben ein Teil. Markdown-Dateien (.md) werden ohne Modell-Aufruf zerlegt: Die Teile folgen den Überschriften, die Metadaten dem Frontmatter; Tags und Verlinkungen bleiben als Metadaten am Teil erhalten. Typisierte Frontmatter-Schlüssel (depends_on, supersedes, conflicts_with, refines, is_a, relates_to) werden beim Decision-Import und beim Ableiten als Kanten-Vorschläge übernommen; unbekannte Schlüssel bleiben unangetastet.

Jeder Lauf hinterlässt einen Beleg (Evidence): welche Dateien verarbeitet wurden, was blockiert war und wer was übernommen oder verworfen hat.

Verbundene Agenten können über propose_knowledge Wissen einreichen. Ihre Entwürfe erscheinen mit Herkunfts-Kennzeichnung in der Import-Review; übernommen wird nur durch Menschen.

  1. Start unter «Gedächtnis»: Öffne das Gedächtnis des eigenen Raums und wähle im Menü «Weitere Aktionen» den Eintrag «Dokumente importieren» (Profil wählbar). Solange die Liste «Dokumente & Reglemente» dieses Gedächtnisses leer ist, bietet sie denselben Knopf «Dokumente importieren» an. Die Aktion sehen nur der Raum-Owner und die entscheidenden Rollen des Raums (Governance-Owner, Plattform-Admin).
  2. Dateien wählen (PDF oder Markdown, max. 25 à 20 MB) und das Ziel bestimmen, Gedächtnis oder Expertise; Plattform-Admins können dabei eine neue Expertise anlegen.
  3. Verarbeitung abwarten: Der Fortschritt zeigt je Datei ehrlich, ob sie extrahiert wurde, keinen Text enthielt, wegen eines Secrets blockiert war oder scheiterte.
  4. Review: Je Dokument die Metadaten und Personen/Rollen im Kopf prüfen und anpassen, dann die zugeklappten Teile (Titel und Wortzahl) bei Bedarf aufklappen und übernehmen oder verwerfen. «Alle übernehmen» übernimmt die offenen Teile eines Dokuments zusammen mit den Dokument-Metadaten und bleibt bewusst auf dieses Dokument begrenzt.

Es gibt keinen stillen Import: Kein Inhalt landet im Gedächtnis, bevor ihn ein Mensch übernommen hat. Verwerfen ist endgültig; der Batch bleibt als Audit-Spur erhalten.

Hinweise auf Personendaten (PII) blockieren nicht. Sie erscheinen als Warn-Chips am Abschnitt, und die prüfende Person entscheidet.

  • Gescannte PDFs: Dokumente ohne Text-Layer werden per lokaler Texterkennung (OCR) gelesen und im Review als «per OCR erkannt» ausgewiesen. Standardmässig werden nur die ersten 60 Seiten gelesen; der Betreiber kann OCR auch abschalten. Texterkennung kann Fehler machen, deshalb Inhalte solcher Dokumente im Review besonders prüfen.
  • Keine Duplikat-Erkennung: Wer dieselbe Datei zweimal importiert und übernimmt, hat die Inhalte doppelt im Gedächtnis.
  • Limiten: max. 25 Dateien à 20 MB pro Import, PDF und Markdown (.md).
  • Ein laufender Import überlebt keinen Neustart des Dienstes. Hängt ein Lauf ungewöhnlich lange, starte den Import neu. Eine Übersicht laufender Importe gibt es noch nicht; lass deshalb den Dialog offen.
  • Secrets blockieren hart: Enthält eine Datei erkennbare Zugangsdaten, wird sie nicht verarbeitet.

Ins Gedächtnis importieren der Raum-Owner und die entscheidenden Rollen des Raums (Governance-Owner, Plattform-Admin), in die Expertise die Plattform-Administration. Das Backend prüft das bei jedem Schritt, auch im Review.

Übernommene Dokumente verschwinden nicht im Gedächtnis: Der Bereich «Dokumente & Reglemente» auf der Seite des jeweiligen Gedächtnisses listet, was dort importiert wurde, mit Titel, Version, Gültig-ab, Rollen, Quelldatei und Teilen. Von dort lässt sich jedes Dokument öffnen und pflegen: Kopf-Metadaten dokumentweit, Titel und Inhalt je Teil. Jede Änderung wird als Beleg protokolliert; Inhalts-Änderungen werden neu eingebettet, damit die Suche den gepflegten Stand findet. Nicht mehr Benötigtes lässt sich im Dokument-Dialog löschen: Die übernommenen Teile werden aus dem Gedächtnis entfernt, die Import-Belege bleiben als Nachweis erhalten.

Wichtig fürs Einordnen: Importierte Dokumente sind Wissen und wirken beratend in Antworten. Sie werden dadurch nicht automatisch zu Regeln. Eine Regel entsteht erst, wenn ein Teil bewusst als Regel erhoben wird, wie im Abschnitt «Vom Dokumentteil zum governten Record» beschrieben.

Beim Import mit dem Profil «Dokument (amtlich)» erzeugt die Plattform je Teil zusätzlich eine strukturierte «Agenten-Lesefassung» (Essenz): Pflichten, Verbote, Zuständigkeiten, Geltungsbereich und Ausnahmen. Sie ist maschinell erstellt und streng auf das im Text Belegte beschränkt; leere Gruppen sind normal. Als Zweitfassung für Agenten ersetzt sie das Original nie. In der Dokument-Verwaltung lässt sie sich prüfen, anpassen oder für bestehende Dokumente nachträglich erzeugen. Sehr kurze Teile erhalten keine.

Dort lassen sich übernommene Dokumente auch maschinell übersetzen (Französisch, Italienisch, Englisch). Jede Übersetzung wird als eigener, klar gekennzeichneter Eintrag im selben Gedächtnis angelegt. Die erste Zeile weist in der Zielsprache darauf hin, dass es eine maschinelle Übersetzung ist und das deutsche Original massgeblich bleibt. Erneutes Übersetzen ersetzt die bestehende Fassung einer Sprache; wird das Dokument gelöscht, verschwinden seine Übersetzungen mit.

Raum-Owner können in der Dokument-Verwaltung einen übernommenen Teil als ADR-, BDR- oder SDR-Entwurf ableiten oder im normalen Regel-Editor als Regel erheben. Derselbe Teil darf mehrere unterschiedliche Entscheide und Regeln begründen.

Das Quelldokument bleibt dabei unverändert beratend. Ein abgeleiteter Entscheid wirkt erst nach der menschlichen Annahme; eine Regel entsteht erst durch das explizite Anlegen im vollständig sichtbaren Policy-Editor. Beide Wege behalten einen stabilen Quellenanker, schreiben Evidence und geben bei einer identischen Wiederholung den bestehenden Record zurück.