Zum Inhalt springen

Gedächtnis, Brain-Store und Abos

Jeder Raum hat ein eigenes Gedächtnis. Dazu kommen geerbtes Gedächtnis vom übergeordneten Raum und abonnierte Expertise von anderen Teams. Der Brain-Store macht Corp- und Public-Expertise auffindbar, jeweils mit klarer Geltung: Bindend oder Beratend.

Ein Raum ist ein abgesicherter Arbeitsbereich mit Datenklasse, Regeln und Mitgliedern. Jeder Raum hat ein Gedächtnis. Darin lebt sein Wissen als Einträge (Entscheide, Regeln und Dokumente), aus denen belegte Antworten entstehen.

Der Wissens-Scope eines Raums (sein «Aktenschrank») hat drei Herkünfte: das eigene Gedächtnis (hier verwaltet), geerbtes Gedächtnis (vom übergeordneten Raum, nur lesbar) und abonnierte Expertise (von anderen Teams, mit der Geltung Bindend oder Beratend).

Der Brain-Store ist als eigener Haupt-Einstieg in der linken App-Navigation erreichbar, neben Bibliothek und Gedächtnis. Er macht Corp- und Public-Expertise über Titel, Beschreibung, Publisher, Genre und Tags auffindbar. Ausgewählte und kürzlich aktualisierte Brains bilden nachvollziehbare Sammlungen statt einer anonymen Liste.

Du kannst ohne Zielraum stöbern. Für ein Abo wählst du einen Raum; abonnieren dürfen dessen Owner oder zuständige Governance-Rollen. Bereits abonnierte und geerbte Brains sind entsprechend markiert.

Das Herkunftslabel unterscheidet Corp-Brains aus dieser Installation von Public-Brains. Dieser Release liefert den lokalen Corp-Store: Angebote, Zugriffsanträge und Abonnements innerhalb eurer Installation. Externer Erwerb und Bezahlung gehören nicht zu diesem Geltungsbereich; ihr Betriebsmodell ist Gegenstand eines offenen Entscheids (BDR-029).

Über «Verwalten» an einem Gedächtnis öffnet sich eine eigene Fläche mit allem, was zu diesem Gedächtnis gehört: Geltung (bei abonnierter Expertise), Sichtbarkeit, Memory-Owner, Entscheider-Matrix und die komplette Träumen-Konfiguration, je nachdem, was für dieses Gedächtnis zutrifft. Der Link erscheint nur, wenn es dort tatsächlich etwas zu verwalten gibt. Der Memory-Owner ist standardmässig der Raum-Owner. Er lässt sich an ein Mitglied delegieren, das dann das Wissen dieses Gedächtnisses kuratiert (Sichtbarkeit, Träumen, Owner-Wechsel), ohne Raum-Autorität wie Entscheider-Matrix oder Abo-Geltung zu erhalten.

Unter Einstellungen → «Gedächtnis & Träumen» führt derselbe Weg über eine Raum- und Gedächtnis-Auswahl. Das ist praktisch für Plattform-Admins ohne eigenen Raum-Kontext.

Der Takt gilt pro Gedächtnis. Der Scheduler prüft alle sechs Stunden, welche Gedächtnisse fällig sind; 6, 12, 24 Stunden oder wöchentlich steuern die tatsächliche Ausführung. «Letzter Lauf» und «Nächster Lauf» beziehen sich auf den vollständigen Zyklus aus Relationen, Signalen und Widerspruchsprüfung. Einzelne manuelle Aktionen wie «Jetzt verknüpfen» setzen diesen Zyklusstatus nicht zurück.

Beratend

Treffer aus dieser Expertise werden herangezogen und zitiert, ohne Vorrang vor anderen Quellen. Das ist der Standard beim Abonnieren und die sichere Wahl.

Bindend

Treffer aus dieser Expertise werden bevorzugt abgerufen und dem Modell als massgeblich gekennzeichnet. Eine technische Prüfung der Antwort gegen die Expertise findet nicht statt.

Die Geltung wird vor dem Abo gewählt und lässt sich später unter «Verwalten» vom Raum-Owner umschalten. In der Grundlage-Liste jeder Antwort steht die Geltung je Beleg dabei.

Die Detailseite zeigt vor dem Abonnieren typisierte Bestände und repräsentative Titel für Entscheide, Regeln, Dokumente und Einträge. Die Volltexte stehen erst nach dem Abo im Raum zur Verfügung. Kein Blackbox-Abo.

Raum-Owner schalten unter «Verwalten» das eigene Gedächtnis des Raums zwischen privat und öffentlich. Ein öffentliches Gedächtnis erscheint im Brain-Store als Expertise, ist als geteilt markiert, und andere Teams können es abonnieren.

Teilbar sind nur Gedächtnisse von C1-Räumen. Gedächtnisse von C2- und C3-Räumen bleiben privat; das Backend lehnt das Teilen dort ab.

Jedes Gedächtnis zeigt seinen Stand («Stand: …»). Wurde es länger als 180 Tage nicht aktualisiert, trägt es eine sichtbare Warn-Markierung. Seine Belege aktualisierst du mit «Re-Sync» in der linken Fläche; die Aktion wirkt auf das gerade geöffnete Gedächtnis.

Der Raum-Owner kündigt ein Abo jederzeit; danach fliesst diese Expertise nicht mehr in die Antworten des Raums ein. Geerbte Abos werden beim übergeordneten Raum verwaltet und sind hier nicht kündbar.

Geerbte Gedächtnisse kommen aus einem übergeordneten Raum und werden dort verwaltet. Kündigen kannst du sie nur im Ursprungsraum (Link «Im Ursprungsraum verwalten» an der Karte). Als Raum-Owner kannst du ein geerbtes Gedächtnis aber «Für diesen Raum ausblenden»: Es liefert dann keine Inhalte mehr in Antworten dieses Raums; andere Räume bleiben unberührt.

Ausgeblendete Gedächtnisse bleiben im Bereich «Ausgeblendet (n)» sichtbar und lassen sich jederzeit «Wieder einblenden». Jede Änderung wird als Beleg festgehalten (brain_visibility_change).

Neue Unterräume entstehen governed über Freigabe. Plattform-Admins oder der Owner des übergeordneten Raums können direkt erstellen; andere Mitglieder dieses Raums stellen über dieselbe Raum-Steuerung einen Antrag.

Bei Annahme legt die Plattform den Raum, sein eigenes Gedächtnis und den Antragsteller als benannten Raum-Owner an. Der neue Raum erhält eine explizite Momentaufnahme der ADR-, BDR- und SDR-Entscheider des Elternraums. C0, C1, C2 und C3 bleiben feste Plattform-Datenklassen. Auch ein beantragter Raum kann C0 tragen; entschieden wird er wie jeder andere.

Die Kennung eines Raums wird beim Erstellen festgelegt und bleibt dauerhaft. Wenn ein Raum falsch benannt oder am falschen Ort entstanden ist, wird sein Anzeigename geändert oder der Raum archiviert: Er verschwindet dann aus aktiver Auswahl, Baum und Agenten-Routing, während Belege auffindbar bleiben.

Der Dialog fragt beim Erstellen zusätzlich nach dem Zweck des Raums: einer Pflichtzeile mit bis zu 160 Zeichen sowie optional einem längeren Kontext. Beides wird als erster Entscheid des Raums festgehalten und erscheint entsprechend unter seinen Entscheiden: die Zeile als Titel, der Kontext als Inhalt. Diese Zeile ist es, woran Agenten den passenden Raum erkennen; ohne sie hatte ein frisch erstellter Raum bislang kein Routing-Profil und blieb für sie unauffindbar.

Beim Beantragen eines Unterraums gilt dieselbe Pflicht: Der Zweck reist mit dem Antrag und wird erst bei Annahme zum Entscheid des neuen Raums; eine Ablehnung hinterlässt weder Entscheid noch Raum. Der Zweck wird beim Erstellen des Raums festgelegt und lässt sich derzeit nicht nachträglich ändern.

Jeder Raum hat eine eigene Agenten-Tür: Sie entscheidet, ob Agenten den Raum über MCP erreichen dürfen, unabhängig von der Berechtigung, die für Menschen gilt. Eine geschlossene Tür ändert nichts am Browser-Zugriff eines Mitglieds; nur der Weg, den Agenten nehmen, ist betroffen. Ein neuer Raum übernimmt beim Erstellen den Türstatus seines Elternraums als Momentaufnahme. Ein Raum unter einem geschlossenen Elternraum startet also selbst geschlossen. Der oberste Raum ist erreichbar, also ist kein Raum geschlossen, bis ihn jemand schliesst. Eine spätere Änderung am Elternraum ändert bestehende Unterräume nicht. Danach ändert der Owner des Raums die Tür in «Details dieses Raums», und jede Änderung hinterlässt einen Beleg, wer sie vorgenommen hat und von welchem Zustand in welchen. Die Tür schützt nur den Zugang, nicht die Daten: Weil Räume Inhalte nach unten vererben, gibt ein geschlossener Raum mit offenem Unterraum sein Wissen über den Unterraum weiterhin an Agenten weiter.

Was ein andockender Agent über diesen Raum erfährt, kommt aus den Agenten-Anweisungen: ein Text, den der Raum-Owner hinterlegt und den jeder verbindende Agent mitbekommt. Ohne eigene Anweisungen liest ein Agent nur die Plattform-Anweisungen, nichts, was diesen Raum von einem anderen unterscheidet. Das gilt nur, solange die Agenten-Tür offen ist: Bei geschlossener Tür kommt ohnehin kein Agent an, also spielt eine fehlende Anweisung dann keine Rolle. In „Details dieses Raums“ zeigt die Zeile «Agenten-Anweisungen», ob etwas hinterlegt ist: keine, Standard oder clientspezifisch, und verlinkt auf «Anweisungen pflegen», wo der Raum-Owner sie schreibt und ändert.

Beide Angaben stehen ausserdem im Kopf des Raums, als zwei Chips neben dem Raumnamen: ob Agenten den Raum erreichen und ob er sie einweist. So lässt sich beides ablesen, ohne die Details zu öffnen. Als eingewiesen gilt ein Raum nur mit einer Standard-Anweisung, die jeden Client erreicht. Eine Anweisung, die nur für einen einzelnen Client hinterlegt ist, zählt nicht, denn alle übrigen Agenten bekämen weiterhin nichts.

Die Raumdetails markieren zwei Zustände als Warnung, die jeweils nennt, was der Zustand bewirkt, wer handeln darf und was der nächste Schritt ist. Ein Raum ohne benannten Raum-Owner behält alle Rechte bei den Rolleninhabern, aber Entscheide ohne benannten Entscheider fallen nur an sie, und die Block-Karten des Raums nennen keine Ansprechperson; nur ein Plattform-Admin benennt den Raum-Owner, der bereits Mitglied des Raums sein muss. Eine offene Agenten-Tür ohne Anweisungen gibt andockenden Agenten nur den Plattform-Text; wer Owner-Rechte hat, schreibt die Anweisungen oder schliesst als Rolleninhaber die Tür, alle anderen werden an die verantwortliche Person des Raums verwiesen.

Die Bibliothek zeigt genau eine Datensatzliste im Hauptbereich, keinen zweiten Recordbaum links. Neuer Record und Import stehen am Bestandskopf. Es gibt weiterhin genau EINE linke Fläche für die globale Navigation; Wissensquellen führt dort bei Bestand & Pflege seine Sammlungen und Aktionen wie Expertise hinzufügen weiter. Bibliothek, Wissensquellen und Brain-Store werden nicht zusätzlich als horizontales Tab-Band wiederholt. Eine geöffnete Detailansicht zeigt nur das ausgewählte Objekt; zurück führt zur gefilterten Liste. Den aktiven Raum wechselst du über die kompakte Raum-Steuerung oben. Der Info-Button öffnet «Details dieses Raums» mit Datenklasse, Rolle, Zuständigkeiten, Governance-Kontext und Nutzung.

Bestand & Pflege zeigt die Sammlungen und ihren Pflegebedarf. Quellenverbindungen zeigt Räume, Sammlungen und aufgeklappte Inhalte. Textliche Typbezeichnungen unterscheiden Räume von Sammlungen auch bei gleichen Namen. Kartensteuerung, Auswahl, Detailansicht und Pflegeaktionen bleiben erreichbar. Beschriftungen stellst du direkt am Graph auf Nur Auswahl (Standard), Alle oder Keine. Nur Auswahl benennt den ausgewählten Knoten oder die Endpunkte einer ausgewählten Beziehung, nicht sämtliche Nachbarn. Keine blendet auch ausgewählte Beschriftungen aus. Vollständige Titel bleiben in der Detailansicht und beim Überfahren erreichbar. Knoten finden öffnet eine einklappbare Suche mit tastaturbedienbaren Treffern ausschliesslich aus der aktuellen Graphansicht; aktive Typ- und Fokusfilter gelten weiter. Auswahl, Filter, Zoom und Schwenken ändern den Beschriftungsmodus nicht. Ansichtswechsel oder ein anderer Raum beginnen mit Nur Auswahl. Die vorhandenen Befehle Auswahl einpassen, Gesamten Graph zeigen und Zurück zur letzten Ansicht steuern den Ausschnitt ausdrücklich.

Jeder Bereich nennt seine Aufgabe in der Zeile unter seiner Kopfzeile, damit klar ist, wo du einen Text liest, einen Entscheid prüfst oder einen Bestand pflegst:

  • Datensätze des Raums finden, lesen und bearbeiten. Geerbte Inhalte gezielt einbeziehen.
  • Beziehungen zwischen Entscheidungen, Regeln und Dokumenten des lesbaren Raumbestands prüfen.
  • Eigene, geteilte und abonnierte Wissenssammlungen sowie ihren Pflegebedarf verstehen.
  • Verbindungen von Räumen zu Wissenssammlungen und deren Inhalten erkunden.
  • Brain-Store: veröffentlichte Expertise entdecken (Angebote, die ein Raum abonnieren kann).

Im Katalog stöberst du frei. Das braucht keinen Raum, und Stöbern allein berechtigt zu nichts.

Sobald du Expertise hinzufügst, landet sie in dem Raum, der oben in der Leiste steht. Deshalb nennt der Knopf denselben Raum: ein Ziel, das für dich vorbelegt wurde, sollst du nicht erst hinterher entdecken.

Hinzufügen ist ein governter Vorgang. Er hinterlässt eine Spur, und bei manchen Angeboten entscheidet der Publisher darüber und nicht du. Welcher Fall gilt, steht auf der Seite des Angebots.

Ist kein Gedächtnis ausgewählt, zeigt die Konsole die Übersicht des Raums: wie viele Einträge und Entscheide seine Gedächtnisse zusammen tragen, und wie sich diese Gedächtnisse auf eigene, geerbte und abonnierte verteilen. Ausgeblendete Gedächtnisse stehen in einer eigenen Zeile und bleiben aus allen anderen Zahlen heraus, denn ein ausgeblendetes Gedächtnis trägt nichts zu dem bei, womit der Raum antwortet.

Bindend und beratend beschreiben Abonnements und sonst nichts. Ein Gedächtnis, das dem Raum gehört oder das er erbt, trägt keine solche Geltung, deshalb zeigt ein Raum ohne Abonnements gar keine dieser Zahlen statt zweimal null.

Die Pflege-Sektion liest das Träumen dieses Raums: wie viele seiner eigenen Gedächtnisse träumen, wann der letzte Zyklus lief, wann der nächste fällig ist, und bei welchem Gedächtnis der letzte Zyklus nicht durchlief. Konfiguriert wird das Träumen pro Gedächtnis unter Verwalten, das Bild über alle Räume steht unter Träumen.

Braucht Aufmerksamkeit trennt, was dieser Raum selbst beheben kann, von dem, was er nur erbt oder abonniert: seine eigenen Gedächtnisse stehen mit Namen da und lassen sich von dort öffnen. Ein Gedächtnis gilt als veraltet, wenn seit langer Zeit nichts darin gepflegt wurde, die genaue Schwelle nennt die Zeile in der Übersicht selbst. Die Übersicht benennt, welcher Owner fehlt: die Zeile sagt Kein Governance-Owner, die verantwortliche Rolle, eine andere als die für den Inhalt einer Quelle zuständige Person; die Detailansicht bezeichnet den Quell-Owner als Inhalts-Owner und den Governance-Owner des Raums als Governance-Owner, sodass beide Ansichten dieselbe Dimension benennen. Ein Raum ohne eigenes Offenes sagt das in einer Zeile. Veraltete oder ownerlose Gedächtnisse, die dieser Raum nur geerbt oder abonniert hat, stehen separat, nur zur Kenntnis: sie werden im Ursprungsraum oder vom Publisher behoben, nicht hier, und bei einem geerbten Gedächtnis ist der Ursprungsraum ein Link, den du öffnen kannst.

Wählst du ein Gedächtnis und öffnest «Entscheide & Dokumente», listet die Ansicht seine Entscheide, Dokumente und Wissenseinträge. «Textstelle lesen» an einem Eintrag öffnet den Text selbst, zusammen mit Quelle, Version, Gültigkeit und Verantwortlichem, und nennt, ob der Eintrag unverbindliches Wissen oder eine verbindliche Regel ist. Wo sie bestehen, öffnen getrennte Links das Quelldokument und eine zugehörige Entscheidung.

Die Karte zeigt die Raumkette und jede Memory, die hier gilt. Wer eine Memory auswählt und «Inhalte zeigen» wählt, klappt sie in ihre Entscheide und Dokumente auf; ein aufgeklapptes Dokument zeigt seine Einträge. Es klappt immer nur die gewählte Memory auf, damit die Karte auch in einem Raum mit vielen Memories lesbar bleibt.

Was die Karte zeichnet, steuert das Bedienfeld in der Leiste. Schaltet man die Raum-Ebenen ab, bleiben die aufgeklappten Entscheide stehen; schaltet man die drei Inhalts-Ebenen ab, bleiben die Raumbeziehungen stehen. «Zurücksetzen» schliesst alles wieder.